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Weihnachtsrundbrief 2014

Altenburg, den  21. Dezember 2014

Liebe Freunde,

es ist kurz vor Weihnachten. Die Heilige Familie machte sich vor 2014 Jahren auf den Weg nach Bethlehem, wo der Erlöser geboren werden sollte. In einem Viehunterstand, einer kalten Grotte, wird der Herr geboren, kurz darauf müssen Maria und Josef mit ihrem wenige Tage alten Jesu Kindlein nach Ägypten fliehen. Auf der Flucht vor Herodes, der ihrem Neugeborenen nachstellt, weil er sich durch ihn bedroht fühlt.

Viele Familien sind zur Zeit ebenfalls auf der Flucht vor islamistischen Extremisten, müssen ihre Heimat und alles, was ihnen wichtig und teuer ist, verlassen, weil man auch ihnen nach dem Leben trachtet.

Es verhungern leider auch weiterhin unzählige Kinder in der sog. Dritten Welt. Schlimm ist der Gedanke daran, dass Eltern dem Sterben ihrer Kinder tatenlos zusehen müssen, wo sie doch alles tun würden und versuchen um das zu verhindern. Ja, es ist schlimm, vor allem auch für die Kleinen, die so viel leiden. Diesen Kindern sind jedoch wenigstens die liebenden, sorgenden, mitleidenden Eltern Trost in ihren letzten Erdentagen und vielen Kindern ist gar der Märtyrertod und die damit verbundene sofortige Seligkeit im Himmel gewährleistet.

Wenn diese Szenarien unser Mitgefühl erregen, wievielmal mehr müssen uns dann die Kleinsten und wehrlosesten Mitbürger, die nicht einmal das Licht der Welt erblicken dürfen, zu Herzen gehen?

Nicht nur, dass ihnen der fehlende Beistand liebender Mütter und Väter fehlt, sie werden von diesen „Eltern“ sogar den Henkern ausgeliefert und das weltweit, zu Tausenden täglich, wenn sie im Mutterschoß in die Abtreibungsanstalten(Kliniken kann man diese Tötungshäuser wohl kaum nennen) getragen werden.

Die sel. Mutter Teresa sagte einst: „In den Entwicklungsländern sterben die Kinder an Unterernährung, in der sog. zivilisierten Welt durch den Willen der eigenen Mutter/des eigenen Vaters!“ Das ist  tragisch!

Die Freude auf Weihnachten ist groß, viele Familien mit ihren Kindern feiern und doch dürfen sich zig Kinderchen nicht an der Krippe, am leuchtenden Christbaum, dem feinen Essen und an tollen Geschenken erfreuen, weil ihre Mama und ihr Papa entschlossen waren, diesem ihrem eigenen Fleisch und Blut das Leben zu verwehren. Warum? Weil sie sich bzw. ihr Leben auch von diesem Kind „bedroht“ sahen. Wie Herodes vor über 2000 Jahren sehen sie ein Kind(oder ein zusätzliches Kind) als eine Art Bedrohung ihres eigenen Lebens an, weil die Sorge um selbiges eine zu hohe Belastung, einen  zu hohen finanziellen und physischen Mehraufwand bedeuten könnte.

Leider ist dies die traurige Erkenntnis als Schwangerschaftskonfliktberater und die zunehmende Gesinnung von Müttern und Vätern in Not. Oftmals ist es einfach nicht der richtige Zeitpunkt, an dem sich der Zuwachs angemeldet hat.

Im Dienst vor einer solchen Tötungsanstalt, in der – beispielsweise in München – täglich 15-20 Frauen die Lösung ihres Problems suchen, dadurch, dass dieses „Problem“ einfach durch Tötung aus der Welt geschafft wird, könnte man teilweise fast verzweifeln, wenn man quasi tatenlos mit zusehen muss, wie neues, einzigartiges, einmaliges, menschliches Leben ausgelöscht wird.

Wir wissen, dass es harte Worte sind und wir wollen garantiert niemanden verurteilen, doch ist es Realität und das „Golgotha der Moderne“(Mons. Reilly), der Ort, wo wir von der Familie für das Leben(und andere BeraterInnen) weltweit vor- und nach Abtreibungen Unterstützung anbieten, den sterbenden Babys geistig beistehen, ihnen die Begierdetaufe von Gott erflehen, wenn es uns nicht gelungen ist, sie zu retten oder sie herzlich begrüßen, wenn dann doch einmal eine Mutter davon überzeugt werden konnte, dass das Töten ihres Kindes im Bauch nie – ausnahmslos NIE – die Lösung ihrer vermeintlichen Probleme darstellt.

Jetzt wollen wir aber, neben der Vorfreude auf die nahe Geburt unseres Erlösers, zu den erfreulichen News im Kampf für das Leben übergehen:
Am 5.11. kam das erste von Monja gerettete Kind zur Welt. Gottes Vorsehung ließ es genau am Gedenktag ihres Jahresheiligen, des sel. Bernhard von Lichtenberg das Licht der Welt erblicken
MM II (2)

Sie, die Angst hatte wegen ihrer schweren Depressionen keinem dritten Kind gewachsen zu sein und aufgrund der Krankheit Medikamente einnehmen musste, ist seit der Geburt ihrer Tochter Melina wie durch ein Wunder von dieser Seelenpein befreit und bedarf keiner Medikamente mehr.
Bei unserem Besuch Zuhause bei der türkischen Familie begrüßte uns eine überglückliche Mama, die uns von den Freuden ihrer Kinder über deren Geschwisterchen und ihre eigene und die Freude ihres Mannes über diesen „Sonnenschein“ berichtete und zur Lebensretterin ihrer Tochter sagte, dass sie diese wie ihre eigene Tochter lieben würde und wie unaussprechlich dankbar sie ihr sei.

Ja, das sind die „Sonnenseiten“ unseres Berufes, unserer Berufung, wenn sie auch leider immer seltener werden, weil uns auch seitens des Münchner Kreisverwaltungsreferates die Beratung schwerer und schwerer gemacht wird und bereits Anzeigen gegen uns vorliegen. Deshalb fokussieren wir uns jetzt zusätzlich verstärkt der Telefon- und Onlineberatung.

An dieser Stelle sei auch auf unsere neue homepage aufmerksam gemacht: www.donumdomini.de, auf der Ihr unter der Rubrik Lebensschutz-Zeugnisse noch von mehreren geretteten Babys lesen und Euch zum Thema informieren könnt und  Ihr zudem nachlesen könnt, wie Ihr Euch uns anschließen und uns sonst helfen könnt.

Ein weiterer Grund zur Freude ist die Nachricht, dass der Vermieter der Immobilie in Stuttgart vom Mietvertrag mit Deutschlands prominentesten Abtreiber, Andreas F. Stapf, zurückgetreten ist. Somit wurde ein Etappensieg errungen, denn Stapf sucht sowohl in München als auch in Stuttgart nach neuen Räumlichkeiten für sein „Handwerk“.

Zwei Tage zuvor(!) endete eine prayprolife Gebetsaktion über 9 Tage/24 Stunden(vom 1. Advent bis zum Hochfest Maria Unbefleckte Empfängnis), die wir  gestartet hatten und an der sich sehr viele Beter beteiligten. Ebenso starteten wir mit evangelischen(!) Mitchristen zusammen eine Medaillenaktion – wir „verminten“ das gesamte Gebäudeareal in und außen in der Maybachstraße 50 in Stuttgart mit wundertätigen Medaillen, wo das neue Tötungscenter entstehen sollte.

Dank sei Gott für diese Gebetserhörung und für Seinen Beistand, Euch sei Dank für alle Eure Gebete, Opfer und aufgeopferte Leiden – ein ewiges vergelt´s Gott im Namen aller Ungeborenen!

Last but not least noch die freudige Kunde, dass der Leiter unserer Gemeinschaft – vorerst als Gast, später als Priesteramtskandidat, so Gott will – im Priesterseminar in Eichstätt aufgenommen wird und somit die Tür zum Amtspriestertum für ihn wieder ein Stück weiter offen steht.

Wir alle aber machen uns jetzt auf den Weg zur Krippe, wo uns DER erwartet, der uns von der seligen Jungfrau Maria durch den Heiligen Geist geschenkt worden ist, zu unserer Erlösung, zu unserem Heil und zur Ehre Gottes, dem unser Lob und Dank zum Geburtstagsfest Seines Sohnes gebührt.

Wir bedanken uns  aber auch noch einmal aus ganzem Herzen bei Euch für alle Hilfen und Unterstützungen seit der Gründung vor knapp über einem Jahr und bitten auch für´s Neue Jahr uns tatkräftig zu unterstützen.

Ein gnadenreiches, frohes Weihnachtsfest und Gottes reichen Schutz und Segen für 2015 wünscht
Eure

Familie für das Leben