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Weihnachtsrundbrief 2016

Liebe Familien-Mitglieder,

liebe Freunde,

unser jährlicher Rundbrief im Advent ist inzwischen obligatorisch und hat den Vorteil, dass man stets auf ein gesamtes Jahr zurückblicken kann. So wollen wir gemeinsam auch heuer wieder Rückschau halten:

Die Vorweihnachtzeit dieses Jahr war und ist vor allem geprägt durch die vor kurzem stattgefundenen  Präsidentschaftswahlen in den USA. Mit dem Republikaner Trump wird im Januar 2017 ein Mann ins Weiße Haus einziehen, von dem niemand genau weiß, was die Welt von ihm zu erwarten hat.

Als vor 8 Jahren Obama in diesem Land an die Macht gelangte, war sein erstes Dokument, das er unterschrieb, die Legalisierung der Spätabtreibung. Sein Nachfolger ist angeblich für das Leben, das heißt, er betrachtet Abtreibung – außer in den Fällen von Vergewaltigung, Inzest und wenn das Leben der Mutter in Gefahr ist – als Verbrechen. Wie auch immer die Politik des „obersten Cowboys“ der Vereinigten Staaten sein wird, ist es für uns Lebensschützer zumindest ein Trost zu wissen(oder besser: zu hoffen), dass unter Trumps Regierung  mehr Babys zur Welt kommen dürfen. Dafür müssen wir dringend beten und opfern!

Aber nicht nur im Weißen Haus tut sich vieles, auch im Haus Nazareth ist ein einiges los:

Am Ostermontag zogen wir mit einem Wohnwagen und zwei PKWs vom Kloster Altenburg nach Bad Laer(Diözese Osnabrück) um. Dort wurde uns von einer lieben, wohlhabenden und sehr frommen Familie eine ehemalige Pension angeboten. Endlich war das Haus Nazareth gefunden, nach dem wir bereits seit dem Jahre 2008 suchen.

5ed102c2-94e5-3848-9aa2-557c8ab7df10 Als unsere Mitschwester Monja Anfang des Jahres einen Vortrag auf der Freckenhorster Marientagung über „Maria, Mutter des Lebens“ halten durfte und sie dort die Frau eines Fabrikbesitzers kennenlernte, war für diese großherzige Seele klar, dass sie uns ihr Haus in Bad Laer, das die Familie erst kurz zuvor ersteigert hatte, zur Verfügung stellen wollte.

Nach besagtem Umzug wurde sogleich ordentlich angepackt und alles unseren Vorstellungen nach hergerichtet. Dabei ist nicht genug zu danken auch für alle Hände, die uns bei der vielen Arbeit unterstützten. Namentlich soll hier niemand erwähnt werden, denn Gott kennt ihre Namen, die alle in Seine Hand eingeschrieben sind und denen Er ihre Großzügigkeit und ihren Fleiß ewiglich vergelten möge.

Kurz nach dem Einzug wasnip_20161220123419ren bereits zwei Frauen in Not zu Gast. Eine weitere junge Mutter hat sich Ende November für ihr zweites Kind entschieden, nachdem auch sie vitaL kontaktierte und dann in unserem Haus Not betreut werden konnte, obwohl ihr Abtreibungstermin zwei Tage später bereits feststand. Gott sei Lob und Dank! Allerdings sollte bei aller Freude auch nicht unerwähnt bleiben, dass diese junge Schwangere bei ihrem Beratungstermin bei der AWO einen Beratungsschein ausgestellt bekommen hatte, obwohl sie gar nicht darum bat. Sie wollte sich nur erkundigen und als sie schließlich die „Beratungsstelle“ verließ, stellte sie fest, dass die Beraterin ihr ungefragt eine solche „Tötungslizenz“ mit in die Unterlagen steckte. Dieser beklagenswerte, unerhörte Umstand bewog uns zu einem Zusatz zu unserem Vereinsnamen: Donum Domini e.V. – Beratung OHNE SCHEIN! Damit wollen wir unmissverständlich unsere  a u s n a h m s l o s e  Pro-Life Einstellung bekunden.

Zurück zum Haus Nazareth:CIMG1305

Am 31.5. wurde dann im Rahmen einer Maiandacht in unserem schönen Garten das Haus „offiziell“ eröffnet. Ca. 120 Gäste konnten sich zusammen mit uns bei schönstem Wetter im Freien bei unserer lebensgroßen Schmerzensmutterstatue, die ebenfalls die Eigentümer des Hauses stifteten, mit Gebet und Gesang über das neue geistige Zentrum freuen. Unzählige Leute aus dem Dorf waren seitdem unsere Gäste, nicht allein wegen des Triduums, das wir zum Heiligsprechungstag der Mutter Teresa in unserer Hauskapelle abhalten durften.

Nach Aufrufen im Internet und einigen Lokalzeitungen haben wir tolle Kindersachen geschenkt bekommen. Auch eine Kinderspielecke konnten wir mit Hilfe unseres neuen Mitbruders Michael Jose einrichten, der einige Wochen mit seiner Mutter bei uns wohnte. Wir werden nun beim Jugendamt nachfragen, ob auch die Aufnahme von Tageskindern bei uns möglich ist. Laut der rechtlichen Lage sollte das kein Problem sein, da wir Ordnungsamt gemäß alle Voraussetzungen mitbringen, nicht zuletzt wegen unserer neuen Rechtsform: wir sind jetzt als gemeinnütziger Verein(Donum Domini e.V.) im Vereinsregister eingetragen und können ab sofort Spendenquittungen ausstellen. Allen, die zur Gründung dieses Vereins beigetragen, uns unterstützt haben und es noch werden, sagen wir an dieser Stelle ebenfalls ein ewiges vergelt´s Gott.

Wir habekleine_seele1n auch in der Gemeinde das Amt der „Sternenkinder“ übernommen, d.h. wir begleiten Eltern, die Kinder aufgrund von Fehlgeburt oder Totgeburt verloren haben. Diesbezüglich sind wir mit der KFD im engen Kontakt. Zusätzlich machen wir Besuche im Altenheim und helfen bei der Firmvorbereitung mit.

Am 1.11. war der Ordensreferent der Diözese bei uns, um sich ein Bild unserer Gemeinschaft zu machen. Er begrüßte unsere Tätigkeiten und will im April 2017 wieder kommen. Es wird  gerade unsere Anerkennung als Säkularinstitut geprüft. Das wird zwar sicher noch einige Zeit dauern, aber es stimmt uns dennoch zuversichtlich,  denn wir haben nicht nur das Wohlwollen sehr vieler Einheimischer(siehe z.B. das Zeugnis unserer Postbotin Nina), sondern auch – und das ist das wichtigste – das des Hochwürdigen Herrn Ortspfarrers auf unserer Seite, der schon einige hl. Messen bei uns feierte. Insgesamt zelebrierten bis jetzt sechs verschiedene Priester in unserer Kapelle.

Auch fand bereits das erste, von Frau Dr. Angelika Pokropp-Hippen(neues Familien-Mitglied) geleitete „Wege zum Schattenkind“ – Hilfe-nach-Abtreibung – Seminar in unseren Räumlichkeiten statt. Im kommenden Jahr sind mehrere Exerzitien und Seminare, auch Gehsteig- und Telefonberaterschulungen geplant.

Apropos Schulung: Ganz aktuell durften wir sogar angehende Gehsteigberater in Holland ausbilden. Mit neuen Flyern, die wir gestalteten, wurden an zwei Wochenenden im November über 20 Leute nach dem Konzept des Mons. Philip Reilly aus New York geschult und auf Einsätze vor Spätabtreibungskliniken in Holland vorbereitet. Es gibt dort 13 „Kliniken“ und kaum Berater. Wir sehen es als große Gunstbezeugung Gottes an, dass wir dort ausbilden dürfen und unsere Familie für das Leben um die/den eine/en „Pro-Life-Soldaten/in“ hoffentlich erweitern können. Ein niederländischer Weihbischof wollte unsere Gemeinschaft ebenfalls kennenlernen und wir trafen uns mit ihm am 25.11. Er war so interessiert, dass er sogar über die Weihnachtstage uns besuchen kommen möchte.

Noch vieles gäbe es zu berichten, was unser lieber Herr, der Freund des Lebens(Weish 11,26), und Seine gütigste Mutter Maria bereitet und gefügt haben. Bitte unterstützt uns auch im Neuen Jahr, dass wir zusammen viele Babys retten und vielen Müttern und Vätern helfen können.  Vergesst nicht: EURE SPENDE LEBT: Volksbank Bad Laer, Inhaber: Donum Domini e.V., IBAN: DE50 2656 2490 4810 3152 00, BIC: GENODEF1HTR(eine Spendenbescheinigung kann auf Wunsch ausgestellt werden)!

Wir müssen gemeinsam gegen die zerstörerische Kultur des Todes vorgehen, die unsere Kinder bereits in Kindergärten und Grundschulen auf die schiefe Bahn zu locken versucht, indem ihnen Lehrpläne zur Sexualerziehung aufgezwungen werden. Dort beginnen die verheerenden Angriffe auf das Schamgefühl der Kinder und Jugendlichen, welche dann in einer angebiederten Promiskuität bei Verhütung und Abtreibung enden müssen. Künstliche Verhütungsmaßnahmen dämmen Abtreibungszahlen nicht ein, sie steigern diese, da der Geschlechtsverkehr zu früh thematisiert, begonnen und in erhöhtem Maße schließlich vollzogen wird.

Jüngst forderte die Caritas/Berlin eine sexuelle Bildung in der Kita. Der Verband stoppte erst auf Kritik Prof. Spiekers(einer wahren Lebensschutzikone!) hin das umstrittene Kita-Gender-Sexualkonzept. Aber auch das „katholische“ Kolpingwerk schießt in ihrem unlängst erschienenen Memorandum in Fragen Embryonenschutz, Praenatest, Abtreibung und Suizidbeihilfe gegen die eigene Kirche, anstatt gegen den Staat. Ende November kritisierte der Bund der „katholischen“ Jugend(BD“K“J) in Fulda ihren eigenen Bischof aufgrund des Grußwortes zur Demo für alle.

Wir werden mehr und mehr in das „Schauspiel“ der Vision des hl. Don Bosco vom 30. Mai 1862 hinein gezogen, aber die Familie für das Leben wird bis zum Schluss nicht nur das Leben der Ungeborenen, jung Geborenen und alten Menschen schützen, sondern auch die Lehre der heiligen katholischen Kirche verteidigen. Dazu brauchen wir Euch! Dazu benötigen wir Gebet und aufgeopferte Leiden! Dazu wird uns Eure Spende helfen!

Wir wünschen Euch allen ein gnadenreiches Weihnachtsfest. Der Herr schütze und segne Euch auch im kommenden Jahr, alles zur größeren Ehre und Lobes Gottes!

Eure Familie für das Leben