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„Maria und Josef“

2015 kamen wir beide als Au-Pair nach Deutschland. Aufgrund unserer ungeplanten Schwangerschaft kamen wir über die Telefonberatung von VitaL mit Sr. Monja in Kontakt.

Josef erzählt: „Meine Frau war schwanger und Sr. Monja hat ihr sehr geholfen. Die Familie, in der Maria war, wollte kein schwangeres Au-pair-Mädchen haben, somit lief auch ihre Aufenthaltsgenehmigung in Deutschland aus. Aufgrund familiärer, gesundheitlicher und politischer Problematiken haben wir in Madagaskar keine Existenzmöglichkeit. Trotz dem Bemühen von Sr. Monja fanden wir keine Lösung. Viele Menschen rieten ihr das Kind wegzumachen, trotzdem haben wir uns für unsere Tochter und somit für eine ungewisse Zukunft entschieden.

Weil die Geburt unmittelbar bevorstand, wir aber in Deutschland nicht bleiben konnten, gingen wir nach Frankreich. Dort war eine normale und kostenlose Geburt möglich.  In Frankreich erhofften wir uns ein sicheres Leben; leider haben wir falsch gedacht. Wir hatten keine Arbeit, kein Geld, keine Wohnung, keine medizinische Versorgung. Wir zogen mit unserem Baby von einer Familie zur Nächsten. In dieser Not schrieb meine Frau Sr. Monja eine Nachricht. Sie reagierte sofort und brachte uns mit Fam. Freiherr von Ketteler in Kontakt. Diese ermöglichten uns einen Besuch in Deutschland, mit der Absicht dort Wege für eine sichere Zukunft zu finden. Leider ist dies in Deutschland immer noch nicht ganz so einfach. Nach verschiedenen Stationen über Bonn und Bramsche (Flüchtlingslager) kamen wir nach Bad Laer. Unser langersehnter Wunsch nach einer Hochzeit wurde am 09.10. erfüllt. In einem festlichen Gottesdient im Hohen Dom zu Münster trat meine Frau zum katholischen Glauben über, wir konnten uns das Ja-Wort geben und unsere Tochter wurde getauft.

Leider wurde unser Asylantrag Anfang Dezember abgelehnt, somit wissen wir nicht wie es für uns weitergehen wird. Im Haus Nazareth verbringen wir viel Zeit, dort erfahren wir Geborgenheit und bekommen alles, was wir brauchen.

Wir sind zutiefst dankbar für alle Gebete und Hilfen. Unsere Tochter ist für uns das Wichtigste, was wir haben. Sie bringt uns täglich zum Lachen und wir möchten sie niemals missen.“