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Mit einem Moslempapa „Vater unser“ gebetet…Baby gerettet!

Ich stand mit dem philippinschen Beter Ron vor der Abtreibungsklinik, als ein PKW langsam vorbeifuhr. Ich beobachtete die junge ausländische Frau auf dem Beifahrersitz und bemerkte, wie sie betroffen ihren Kopf senkte, als sie das Embryobild, das Ron umhängen hatte, erblickte. Ich sah dem Fahrzeug nach, wo es denn parken würde, aber ich verlor es  aus den Augen. Wenig später sah ich das junge Paar auf die Klinik zugehen. Ich ging ihnen entgegen und bat im Vorübergehen Ron um ein Stoßgebet.

Das Paar blieb auf meine freundliche Bitte hin stehen und ich konnte ihnen das Babymodell aus Plastik geben und die Folgen einer Abtreibung aufzeigen. Die junge türkische Mutter war sehr still. Der Vater erzählte, dass sie schon ein Kind mit eineinhalb Jahren hätten und er das Baby im Bauch seiner Frau gerne behalten würde, er aber die Entscheidung ihr überlassen wolle. Während ich mit ihm sprach, sah ich im Augenwinkel, wie die junge Mutter das Embryomodell fest in ihrer Hand drückte und als sie es mir wieder zurückgeben wollte, weil sie zum Abtreibungstermin in die Klinik gehen wollten, sagte ich: „Nein, bitte nimm das Baby mit nach oben(in die Klinik)!“

Als sie beide in der Klinik verschwunden waren, geschah etwas mit mir, was ich noch nie erlebt hatte: Ich sank mitten auf dem Gehsteig auf die Knie und musste plötzlich bitterlich weinen; es schüttelte mich am ganzen Körper und ich flehte dabei Gott inständig um das Überleben des türkischen Babys an. Auch Ron war sichtlich betroffen und ich konnte regelrecht seine Bitt- und Stoßgebete spüren.

Ich hatte mich bereits wieder einigermaßen gefangen, als der junge Vater – offensichtlich ebenfalls sehr betroffen – alleine aus der Klinik kam und mir sagte, es wäre nichts zu machen, sie hätte sich klar für die Abtreibung entschieden. Er fragte mich, ob er das Babymodell, das sie ihm gegeben hatte, behalten dürfte. Er folgte meiner Einladung auf einen Tee im Lebenszentrum und während er dort sein Leid den Angestellten klagte, stand ich wieder draußen vor der Klinik.

Als er wieder kam und wir erneut miteinander sprachen, fragte ich ihn, ob er mit mir ein „Vater unser…“ beten wolle. Überrascht meinte er, dass er doch eigentlich Moslem sei und dieses Gebet nicht kenne. Aber auf meinen Vorschlag hin, mir einfach nachzusprechen, stimmte er zu und so beteten wir gemeinsam laut das Gebet des Herrn auf dem Gehsteig vor der Klinik. Als es beendet war, sagte ich noch zu ihm: „Bei Gott ist nichts unmöglich!“ 

Nach dem Gebet ging er weg. Ich flehte Gott weiter an und Antonio löste Ron als Beter ab. Später kam der junge Vater zurück, um seine Frau abzuholen. Nach insgesamt 2,5 Stunden kamen beide aus der Klinik. Ich hatte mir inzwischen überlegt, was ich jetzt der Türkin nach der Abtreibung sagen würde und wollte ihr einfach unsere Gebete zusichern. Da kam der Vater zielstrebig auf mich zu und sagte zu mir, seine Frau hätte das Baby behalten. Ein wenig ärgerlich erwiderte ich ihm, dass er mich jetzt nicht auf den Arm nehmen solle, worauf er erneut beteuerte: „Nein, meine Frau hat unser Kind wirklich behalten!“ Ich blickte in ihr Gesicht und sah ein leichtes Lächeln und einen weichen, gelösten Gesichtsausdruck.

Jetzt konnte ich mich nicht mehr zurückhalten. Mir kamen erneut die Tränen, ich pries laut Gott und umarmte spontan die junge Mutter(natürlich hatte ich vorher ihren türkischen Ehemann um Erlaubnis gebeten).

Schließlich lud ich alle Drei auf eine heißen Tee ins Lebenszentrum ein, wo wir dann gemeinsam die „zweite Empfängnis“ des Kindes feierten.

Als ich später bei Ron anrief, um ihm die freudige Botschaft kundzutun, erfuhr ich, dass er seinen 60. Geburtstag feierte. Eigentlich hatte er verreisen wollen, entschied sich aber letztendlich doch für den so wichtigen und in des Wortes wahrstem Sinne notwendigen Gebetsdienst. Später verriet er, dass er beim Beten für dieses türkische Paar versucht war, Gott um ein Geburtstagsgeschenk für sich selbst in Form der Rettung dieses Babys zu bitten, dann aber einfach dem Baby dessen Geburts-Tag erflehte!

Nun wünsche ich beiden „Happy birthday!“ Vergelt´s Gott, Ron! Gelobt sei Jesus Christus

(Christian)