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Lebensschutz

Geschenk des Herrn

Nach dem Vorbild Mons. Phillip Reillys “Helfer für Gottes kostbare Kinder“ stehen die Mitglieder des Werkes im Dienst der Ungeborenen und deren Mütter vor Abtreibungsstätten, um zu beraten und zu beten. Sie betreiben Einrichtungen für Schwangere und Mütter in Not. DONUM DOMINI veranstaltet und unterstützt darüber hinaus Gebetsvigilien, Informationsveranstaltungen, Katechesen, usw.  

Das Apostolat Mons. Reillys, das am Rosenkranzfest 1989 begann, entwickelte sich in 20 Jahren zum größten Weltapostolat Pro-Life und wurde 1993 durch die amerikanische Bischofskonferenz in einem Empfehlungsschreiben an alle katholischen Gemeinden der USA als „nachahmenswertes Apostolat“ gewürdigt.

Papst Franziskus ruft ebenso in seinem Apostolischen Schreiben evangelii gaudium zum Schutz der Ungeborenen auf, denn auch jene Kinder sind ein Geschenk des Herrn(donum domini), welche noch nicht das Licht der Welt erblicken:

Unter diesen Schwachen, deren sich die Kirche mit Vorliebe annehmen will, sind auch die ungeborenen Kinder. Sie sind die Schutzlosesten und Unschuldigsten von allen, denen man heute die Menschenwürde absprechen will, um mit ihnen machen zu können, was man will, indem man ihnen das Leben nimmt und Gesetzgebungen fördert, die erreichen, dass niemand das verbieten kann. Um die Verteidigung des Lebens der Ungeborenen, die die Kirche unternimmt, leichthin ins Lächerliche zu ziehen, stellt man ihre Position häufig als etwas Ideologisches, Rückschrittliches, Konservatives dar. Und doch ist diese Verteidigung des ungeborenen Lebens eng mit der Verteidigung jedes beliebigen Menschenrechtes verbunden. Sie setzt die Überzeugung voraus, dass ein menschliches Wesen immer etwas Heiliges und Unantastbares ist, in jeder Situation und jeder Phase seiner Entwicklung. Es trägt seine Daseinsberechtigung in sich selbst und ist nie ein Mittel, um andere Schwierigkeiten zu lösen. Wenn diese Überzeugung hinfällig wird, bleiben keine festen und dauerhaften Grundlagen für die Verteidigung der Menschenrechte; diese wären dann immer den zufälligen Nützlichkeiten der jeweiligen Machthaber unterworfen. Dieser Grund allein genügt, um den unantastbaren Wert eines jeden Menschenlebens anzuerkennen. Wenn wir es aber auch vom Glauben her betrachten, dann » schreit jede Verletzung der Menschenwürde vor dem Angesicht Gottes nach Rache und ist Beleidigung des Schöpfers des Menschen «.(Art 213)

Gerade weil es eine Frage ist, die mit der inneren Kohärenz unserer Botschaft vom Wert der menschlichen Person zu tun hat, darf man nicht erwarten, dass die Kirche ihre Position zu dieser Frage ändert. Ich möchte diesbezüglich ganz ehrlich sein. Dies ist kein Argument, das mutmaßlichen Reformen oder „Modernisierungen“ unterworfen ist. Es ist nicht fortschrittlich, sich einzubilden, die Probleme zu lösen, indem man ein menschliches Leben vernichtet. Doch es trifft auch zu, dass wir wenig getan haben, um die Frauen angemessen zu begleiten, die sich in sehr schweren Situationen befinden, wo der Schwangerschaftsabbruch ihnen als eine schnelle Lösung ihrer tiefen Ängste erscheint, besonders, wenn das Leben, das in ihnen wächst, als Folge einer Gewalt oder im Kontext extremer Armut entstanden ist. Wer hätte kein Verständnis für diese so schmerzlichen Situationen?(Art 214)

Die Texte der folgenden Rubriken zum Thema Lebensschutz sind der Magisterarbeit „Die katholische Kirche als Hüterin des ungeborenen Lebens und einer menschenwürdigen Begegnung der Geschlechter“ von Christian M. Gerl(M.A.) entnommen.

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