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Baby in Holland in der 17. SSW gerettet

Kurzbericht zum Einsatz in den Niederlanden, Anfang März 2017(gerettetes Baby in der 17.(!) Schwangerschaftswoche:

Nach einer 1,5tägigen Lebensschutz Intensivschulung durch Sr. M. Monja(Gehsteigberatung nach Mons. Philip Reilly), Dr. Angelika Pokropp-Hippen(Post Abortion Syndrom), Hugo Bos(Pro-Life Situation in den Niederlanden), Marieke Al(Entwicklung des Kindes und Abtreibungsmethoden) und Esmiralda(Pro-Life Organisationen in den Niederlanden)  stand die Praxis der Gehsteigberatung auf dem Programm.

Am Dienstag begannen wir vor der Abtreibungsklinik in Arnheim. Keine 15 Minuten in Aktion, „begrüßte“ uns bereits vehement ein Passant, der laut schreiend und wild gestikulierend auf eine Beterin losging. Herr Bos und ein anderer Pro-Lifer mussten einschreiten, was den aufgebrachten Passanten noch mehr in Rage versetzte. Er beschimpfte uns und filmte gleichzeitig die ganze Szenerie. Man hatte den Eindruck, er wäre eigens von der Abtreibungsklinik beauftragt für Unruhe zu sorgen und uns heraus zu fordern. Wir ließen uns aber nicht provozieren, so dass es bei Androhung von Schlägen durch den fremden Mann blieb und er schließlich in irrem Tempo wegfuhr. Dabei hätte er beinahe zwei Personen angefahren.

Später kam auch die Polizei, die unsere Flyer sehen wollte und uns ersuchte die Frauen nicht zu sehr zu belästigen. Sie schickten uns aber nicht weg, so dass wir unsere Beratertätigkeit fortsetzen konnten. Sehr viele Frauen im Schwangerschaftskonflikt gingen an diesem Morgen, an dem wir von 7.30 Uhr bis 13 Uhr vor der Tötungsstätte standen, zur Abtreibung. Wir beteten und berieten die ganze Zeit. Es kam sehr wohl zu Gesprächen, allerdings ohne erkennbaren Erfolg.

Am nächsten Tag fuhren wir bei strömendem Regen zu viert nach Houten, mussten aber feststellen(beziehungsweise: waren froh!), dass die dortige CASA Klinik geschlossen war. Wir beteten zwei Rosenkränze, verminten das Gelände mit Wundertätigen Medaillen und kamen schließlich noch mit einer jungen, protestantischen Christin ins Gespräch, die, angetan von unserer Tätigkeit und unseres Zeugnisses, zusagte uns beim nächsten Einsatz vor der Abtreibungsklinik in ihrer Stadt Houten zu unterstützen.

Am dritten Tag wurde dann – Gott sei Dank – ein Baby gerettet:

In Utrecht waren wir am Donnerstag ab 8.30 Uhr im Einsatz. Wir wurden auf ein Fahrzeug mit deutschem Kennzeichen aufmerksam. Noch auf der gegenüber liegenden Seite der Abtreibungsklinik, wo eine junge deutsche Frau und ihre männliche Begleitung ihr Auto parkten, wurde das Paar von Sr. Monja angesprochen. Es stellte sich heraus, dass die junge Mutter in der 17. Schwangerschaftswoche und eigentlich mit der geplanten Abtreibung nicht glücklich war. Das Problem war ihr Freund, der Kindsvater, der sie zur Abtreibung drängte. Er wurde immer aggressiver je mehr und erfolgreicher die Beraterin auf die Schwangere einredete. Als Sr. Monja schließlich der Frau anbot alleine mit uns nach Deutschland zurück zu fahren, schien die Situation zu eskalieren und ein weiteres Mitglied unserer Gemeinschaft musste einschreiten. Er und Sr. Monja trennten das streitende Paar. Sr. Monja lud die Schwangere in ein Cafe ein und ebenso versuchte unser Mitstreiter den aufgebrachten Kindsvater bei einem heißen Getränk zu beruhigen.

Nach mehr als einer Stunde konnte Sr. Monja die Frau im Schwangerschaftskonflikt davon überzeugen sich gegen den negativen Einfluss ihres Freundes zu wehren, auf ihr Herz zu hören und ihr Kind zu behalten. Sie bat uns, sie nach Bielefeld zu ihrer – ebenfalls schwangeren – Schwester zu fahren, was nur ca. 45 Minuten von unserem Zuhause in Bad Laer bei Osnabrück entfernt liegt.

Wir brachen also gegen 12 Uhr Mittag die Gehsteigberatung in Utrecht ab und fuhren zusammen mit der nun erleichterten Schwangeren, die ihren Freund allein zurückließ, nach Deutschland.

Dank sei Gott, ihre Tochter darf leben! Vergelt´s Gott allen, die uns unterstützten!