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Monja & Monja

Nachdem uns in München das Leben als Gehsteigberater immer schwerer gemacht wird, entschieden wir mal einen Terrainwechsel zu versuchen und fuhren ins 3 Stunden entfernte Schwabenland, um uns bei der Abtreibungsanstalt eines „Arztes“ genauer umzusehen.
Nachdem Abtreiber Stapf seine Praxis in Stuttgart schließen musste, weil ihn kein Vermieter Räumlichkeiten zur Ausübung seines Handwerkes überlassen will, dachten wir, dass sich die Abtreibung nun auf die umliegenden „Ärzte“ verlagern müsste.

Leider sollten wir mit dieser Vermutung Recht behalten, denn die nächste Möglichkeit ein Kind im Mutterleib zu töten, gibt es in Ludwigsburg, 25 km entfernt von Stuttgart.

Wir fuhren zu dritt dorthin und verminten erst einmal wie gewohnt das gesamte Areal rund um das Haus, in der sich die Praxis des Abtreibers befindet mit wundertätigen Medaillen, besprengten immer wieder mit exorziertem Weihwasser den Gehsteig und das Hausinnere und positionierten uns schließlich vor dem Eingang zu diesem Praxishaus. Da wir eigentlich nur die Frequentierung bei Stapf in München und Stuttgart kennen, waren wir gespannt, wie viele Schwangere in Not wohl diese Möglichkeit einer Abtreibung in Ludwigsburg nützen würden.

Tatsächlich kamen in etwa gleich viele Personen wie bei Deutschlands größtem und populärstem Abtreiber in München.

Unsere Beraterin konnte nach einem guten Kontakt mit einer Betroffenen nach Abtreibung ein junges Pärchen in ein Gespräch verwickeln. Während Monja mit der jungen Schwangeren, ihrem Freund und ihrer Mutter redete, Andrea, Elfriede und ich das Gelände betend umrundeten, fuhr die Polizei vor. Offensichtlich hatte jemand uns beim Abtreiber gemeldet und dieser rief gleich bei der Dienststelle an. Ich sprach mit dem Polizisten, der mir versicherte, dass er unserer Meinung in dieser Angelegenheit sei, aber er den Auftrag erhielt uns das Anreden von Personen vor der Praxis zu untersagen. Gott sei Dank rief ich vor unserem Einsatz bei der Dienststelle an und meldete eine entsprechende Versammlung für diesen Tag vor der genannten Praxis, hätte dies aber zwei Tage vorher schriftlich tun sollen. Während wir nun auf die gegenüberliegende Straßenseite zum Gebet angewiesen wurden, kam Monja von ihrer Beratung Freude strahlend zurück. Sie konnte die junge Mutter überzeugen ihr Baby zu behalten. Welch Staunen aber entfuhr unserer fleißigen Gehsteigberaterin, als sie erfuhr, dass die Schwangere ihren Namen trägt, der ja nun wirklich nicht ganz alltäglich ist: Monja!

Dank sei Gott für Seine gütige, barmherzige und oftmals zum Schmunzeln anregende Vorsehung und für das gerettete Kind!