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Mit Maria – der Mutter des Lebens

Maria, Mutter des Lebens

(Vortrag unserer Sr. M. Monja, am 07.02.2016 auf der Freckenhorster Marientagung)

Wir machen uns heute etwas auf die Suche nach der Mutter des Lebens.
Dazu müssen wir uns zunächst ganz an den Anfang der hl. Schrift begeben:

genesisGott der Herr sprach zur Schlange: „Feindschaft setze ich zwischen dich und die Frau, zwischen deinen Nachwuchs und ihren Nachwuchs. Er trifft dich am Kopf und du triffst ihn an der Ferse. Zur Frau sprach er: Viel Mühsal bereite ich dir, sooft du schwanger wirst. Unter Schmerzen gebierst du Kinder. Du hast Verlangen nach deinem Mann; er aber wird über dich herrschen. Zu Adam sprach er: Weil du auf deine Frau gehört und von dem Baum gegessen hast, von dem zu essen ich dir verboten hatte: So ist verflucht der Ackerboden deinetwegen. Unter Mühsal wirst du von ihm essen alle Tage deines Lebens. Dornen und Disteln lässt er dir wachsen und die Pflanzen des Feldes musst du essen. Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis du zurückkehrst zum Ackerboden; von ihm bist du ja genommen. Denn Staub bist du, zum Staub musst du zurück. Adam nannte seine Frau Eva (Leben), denn sie wurde die Mutter aller Lebendigen“

                                                                                                                        Maria – neue Eva

Einst gab Adam seiner Frau den Namen Eva, das Leben heißt Mutter der Lebendigen, wie es in der Einheitsübersetzung der Hl. Schrift zu lesen ist, jetzt steht Maria – als neue Eva – für das Leben bzw. für die Mutter des Lebens. Sie drehte Eva in Ave um, sie hörte nicht auf die Schlange sondern auf den Engel Gottes, der ihr die Mutterschaft Jesu verkündete und dem sie mit ihrem Fiat – mir geschehe – antwortete und den Ungehorsam der ersten Frau Eva damit sühnte. Sie tritt an die Stelle Evas und wie es Eva und allen weiblichen Menschengeschöpfen eigentlich bestimmt war, gebar sie ihr Kind unversehrt. Das II. Vatikanische Konzil sagt dazu in Lumen Gentium Art. (ich zitiere) „Der Vater der Erbarmungen wollte aber, dass vor der Menschwerdung die vorherbestimmte Mutter ihr empfangendes Ja sagte, damit auf diese Weise so, wie eine Frau zum Tode beigetragen hat, auch eine Frau zum Leben beitrüge. Das gilt in erhabenster Weise von der Mutter Jesu, die das Leben selbst, das alles erneuert, der Welt geboren hat und von Gott mit dem einer solchen Aufgabe entsprechenden Gaben beschenkt worden ist.“ Zitat Ende
Nachdem durch eine Frau über die Menschheit das Unheil kam, trägt wiederum eine Frau bei zur Sendung des Heils an alle Menschen. Das Zweite Vatikanum beschränkt sich nicht auf die Eva-Maria-Parallele im engeren Sinn, sondern verkündet, dass Gott seinen ursprünglichen Plan in vertiefter Form aufgegriffen hat. Dieser Plan lautet: <Wie eine Frau zum Tod beigetragen hat, auch eine Frau zum Leben beitrüge>. Dadurch ist die Ehre der Frau in herrlicher Weisekreuz2 wiederhergestellt.
Johannes, der Verfasser des Evangeliums und vermeintlicher Seher auf Patmos, schildert in seinem Evangelium als einziger der Evangelisten die Kreuzigungsszene auf Golgotha genauer,
in dem Sinn, dass er die Worte des sterbenden Jesu an seine Mutter und seinen Lieblingsjünger festhielt: „Frau, siehe deinen Sohn, siehe deine Mutter!“ Wenn vermutlich Maria ihren Sohn in Bethlehem aufgrund ihrer Unbefleckten Empfängnis ohne Schmerzen gebar, so ist sie zweifelsohne spätestens unter dem Kreuz zur Schmerzensmutter geworden. Sie wurde in dem Sinne die mater dolorosa, dass sie “heftig mit ihrem Eingeborenen litt und sich mit seinem Opfer in mütterlichem Geist verband, indem sie der Darbringung des Schlachtopfers, das sie geboren hatte, liebevoll zustimmte“. Ihr Sohn vertraute ihr in der Sterbestunde, wo alles vollbracht werden sollte, seinen Lieblingsjünger an und damit alle Menschen der geistigen Mutterschaft Mariens.

rippekreuz blutDa Gott aus der Rippe des Mannes, den er in einen Tiefschlaf versetzte, die Braut Adams: Eva -das leben – schuf(vgl. Gen 2,21-22) – sie gleichsam aus seiner Substanz bildete -, könnte dieses Ereignis als Vorausbild der Entnahme der Braut Christi aus seiner Seitenwunde am Kreuz gedeutet werden. Ebenfalls aus der Substanz der Seite des “entschlafenen“ (Anführungszeichen dazusagen) Christus ging die Braut Christi, die Kirche aus Wasser und Blut hervor. Durch jene Symbole, denen der Kirchenvater Johannes Chrysostomus in dieser Reihenfolge das Sakrament der Taufe und der Mysterien zuschreibt, wird der gefallene Mensch vom Makel der Erbschuld befreit und ihm erst damit die Möglichkeit geschenkt auf den Weg des Heiles zu wandeln. DIeses „Lebenselezier“ fließt bis zum heutigen Tag weiter. Oder um es mit den Worten von Robert Kardinal Sarah aus seinem kürzlich erschienen Buch Gott oder nichts auszudrücken(ich zitiere)„Die Kirche ist das kreuz2kanaanVolk Gottes, das zum Leib Christi geworden ist. Sie ist zu unserem Heil aus der geöffneten Seite Christi entstanden. Christus ist ihr alpha und ihr omega.“(Zitatende)

Christus nannte seine Mutter also Frau, sowohl bei der Hochzeit zu Kana, wo Seine Stunde noch nicht gekommen war wie auch dann am Ende, als Seine Stunde schließlich am Kreuz da war. Dieses „Frau“ soll eben gerade nicht seine Mutter abwerten, sondern auf die besondere Frau am Anfang der Heiligen Schrift im Buch Genesis als auch am Ende der Bibel in der Apokalyptischen Frau hinzeigen, zu der wir nun kommen.

                                                                                                                   Die apokalyptische Frau – Symbol des Volkes Gottes – kirche und Mutter des Messias

Dann erschien ein großes Zeichen am Himmel: eine Frau, mit der Sonne bekleidet; der Mond war unter ihren Füßen und ein Kranz vonafrau zwölf Sternen auf ihrem Haupt.
Sie war schwanger und schrie vor Schmerz in ihren Geburtswehen. Ein anderes Zeichen erschien am Himmel: ein Drache, groß und feuerrot, mit sieben Köpfen und zehn Hörnern und mit sieben Diademen auf seinen Köpfen. Sein Schwanz fegte ein Drittel der Sterne vom Himmel und warf sie auf die Erde herab. Der Drache stand vor der Frau, die gebären sollte; er wollte ihr Kind verschlingen, sobald es geboren war. Und sie gebar ein Kind, einen Sohn, der über alle Völker mit eisernem Zepter herrschen wird. Und ihr Kind wurde zu Gott und zu seinem Thron entrückt. Die Frau aber floh in die Wüste, wo Gott ihr einen Zufluchtsort geschaffen hatte; dort wird man sie mit Nahrung versorgen, zwölfhundertsechzig Tage lang.
Als der Drache erkannte, dass er auf die Erde gestürzt war, verfolgte er die Frau, die den Sohn geboren hatte. Aber der Frau wurden die beiden Flügel des großen Adlers gegeben, damit sie in die Wüste an ihren Ort fliegen konnte. Dort ist sie vor der Schlange sicher und wird eine Zeit und zwei Zeiten und eine halbe Zeit lang ernährt. Die Schlange spie einen Strom von Wasser aus ihrem Rachen hinter der Frau her, damit sie von den Fluten fortgerissen werde. Aber die Erde kam der Frau zu Hilfe; sie öffnete sich und verschlang den Strom, den der Drache aus seinem Rachen gespien hatte. Da geriet der Drache in Zorn über die Frau und er ging fort, um Krieg zu führen mit ihren übrigen Nachkommen, die den Geboten Gottes gehorchen und an dem Zeugnis für Jesus festhalten.

Auch wenn es folgerichtiger und exegetisch einleuchtender erscheint die Frau aus der Geheimen Offenbarung, die unter heftigen Wehen leidet, nicht unmittelbar mit der Person Maria gleichzusetzen, so lässt sich diese Perikope dennoch auch auf Maria beziehen. Denn die neue Mutter der Lebenden gebiert die Gläubigen der Kirche, indem sie gegen den Widersacher kämpft. Eva wurde als Gegenspieler die Schlange gegenübergesetzt, die ihr in ihrem Nachwuchs nach der Ferse schnappen wird und die Nachkommen der Frau werden den Kopf der Schlange, des Teufels, zertreten (vgl., Gen 3,15). Wir sind hineingenommen in eine von Gott selbst gesetzte Feindschaft zweier Gegensätze: die Frau und ihr Nachwuchs und die Schlange und deren Samen. Da die sonnenumkleidete hohe Frau mit dem Sternenkranz auf dem Haupt nicht die Eva des Alten Bundes darstellen kann, sie es aber mit dem Drachen zu tun hat, der ihrem Kind nachstellt und mit den übrigen ihrer Kinder Krieg führt, kann es sich nur um Maria, die „neue Eva“ handeln.
Das II. Vatikanische Konzil schreibt über Maria, die „Zuversicht des Neuen Bundes“, dass sie in „einzigartiger Weise in Gehorsam, Glaube, Hoffnung und brennender Liebe mitgewirkt hat zur Wiederherstellung des übernatürlichen Lebens der Seelen“ und dass sie dies „bis zur Vollendung aller Auserwählten“ tun wird.
Geschichtlich konkret wurde die Verfolgung der Riesenschlange bereits in der Kindheitsgeschichte Jesu, als er mit seiner Mutter und seinem Pflegevater Josef kurz nach seiner Geburt nach Ägypten fliehen musste, besonders jedoch bei seiner Passion.
Johannes, jener Evangelist, der als einziger die Kreuzigungsszene mit Maria beschreibt (entgegen einigen modernen historisch-kritischen Exegeten gehen wir von demselben Verfasser aus), sieht nun in der Vision in Kap. 12 der Offenbarung, eine besondere Frau. Sie ist von der Sonne umkleidet, hat einen Kranz von zwölf Sternen auf dem Haupt und den Mond unter ihren Füßen, ist schwanger und schreit vor Schmerzen in ihren Geburtswehen.
Die biblische Typologie zeigt uns Maria als die neue Eva, die Mutter der Lebendigen. Doch am Ende der Schrift, im Buch der Offenbarung, wird diese Mutter auch mit der Kirche indendifiziert. In der Apokalypse wird uns eine mystische Einheit gezeigt zwischen der Frau, die in Geburtswehen liegt, um Christus zu gebären, und der Kirche, die am Ende der Zeit enthüllt wird.

„Die Kirche wird, indem sie Marias geheimnisvolle Heiligkeit betrachtet, ihre Liebe nachahmt und den Willen des Vaters getreu erfüllt, durch die gläubige Annahme des Wortes Gottes auch selbst Mutter.“ So LG64
Wenn eine von Gott verhängte Folge der Erbsünde jene ist, dass Frauen unter Schmerzen ihre Kinder gebären, so meint dieses für die Frau aus der Geheimen Offenbarung, die wir mit der Kirche gleichstellen können und vor Schmerzen schreit, dass es ihr, Maria bzw. der Kirche äußerste Anstrengung kostet die Gläubigen christusähnlich zu gebären, d.h. ihnen das ewige Leben zu erwirken.

Wie die heiligen Ambrosius, Augustinus und Ephraim, die in der Frau der Apokalypse ein Bild für die Kirche sehen und wie das 2. Vatikanische Konzil in Lumen Gentium 64 dürfen wir in Maria auch die neue Eva und das „Urbild, den Typus der Kirche“ erkennen.
In Maria, der in den Himmel aufgenommenen Königin, ist all das erfüllt, wofür die Kirche selbst nur ein Typus ist. Sie ist Jungfrau und Mutter, die Braut Christi, das himmlische Jerusalem, die Wohnstadt Gottes.
Während die Kirche in der seligsten Jungfrau schon zur Vollkommenheit gelangt ist, bemühen sich die Christgläubigen noch, die Sünde zu besiegen und in der Heiligkeit zu wachsen. Daher richten sie ihre Augen auf Maria, die der ganzen Gemeinschaft der Glaubenden als Urbild der Tugenden voranleuchtet. LG 65

Maria ist nicht nur Mutter der Kirche in dem Sie die gläubigen Christusähnlich gebiert, sie ist das Urbild der Kirche sowie auch Glied der Kirche. Art 53 LG lesen wir: Zitat „Zugleich aber findet sie sich mit allen erlösungsbedürftigen Menschen in der Nachkommenschaft Adams verbunden. Maria ist aber durch ihre Verklärung im Himmel sowohl die „Vollerlöste“ als auch die „Vorerlöste“, da sie aufgrund der besonderen Gnade „im ersten Augenblick der Empfängnis vom Makel der Erbsünde bewahrt wurde“.
Germanus, Patriarch von Konstantinopel († 733), schreibt über die leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel (ich zitiere). “Denn es war nicht möglich, dass du, die Herberge Gottes, die Verderbnis erführest, welche gegeben ist mit der Auflösung in Staub. Da der, welcher in dir sich entäußert hat, Gott war von Anfang an und das ewige Leben, so musste auch die Mutter des Lebens zur Hausgenossin des Lebens werden; sie musste den Tod wie einen Schlaf auf sich nehmen, als Erwachen aber die Entrückung erleben – sie die Mutter des Lebens… Leibliches Haus der Ruhe warst du ihm, Gottesgebärerin, Ort deiner Ruhe wird er selbst, Vielgepriesene!“ (Zitatende)

Auch wenn die Frau, die in der Apokalypse enthüllt wird, exegetisch gerne als Symbol dargestellt wird, welches das Volk Israel, bzw. das gesamte Volk Gottes im heilsgeschichtlichen Geschehen darstellen soll, so liegt es doch nahe diese Frau aus dogmatischer Sicht eher als Person, also sowohl als Maria, der Mutter des Messias als auch unser aller Mutter zu deuten.
Ich persönlich pflichte dem sel. Papst Paul VI. bei, wenn er in der Einleitung des Apostolischen Schreibens `Signum magnum` festhält: ich zitiere „das Große Zeichen, das der heilige Apostel Johannes am Himmel sah, die Frau, von der Sonne umkleidet, wird von der Liturgie der katholischen Kirche zurecht gedeutet als die Allerseligste Jungfrau, die, aufgrund der Gnade Christi, die Mutter aller Menschen ist.“ Zitat Ende

Die Apokalyptische Frau – Symbol der Bundeslade

Noch enger und theologisch spezifischer gefasst, bietet auch das „Heiligtum“ Israels: die Bundeslade eine weitere Auslegungsvariante der apokalyptischen Frau, wie wir es auch aus der lauretanischen Litanei kennen.
Um diese Möglichkeit der Interpretation genauer zu untersuchen, muss man den unserer untersuchten Textstelle der Apokalypse vorausgehenden 19. Vers des 11. Kapitels genauer unter die Lupe nehmen, wo es heißt: Der Tempel Gottes im Himmel wurde geöffnet, und in seinem Tempel wurde die Lade seines Bundes sichtbar.

Folie zurück, Pfeiltaste links Es folgt direkt im Anschluss die von uns näher betrachtete Perikope der Offenbarung, „Kapitel 12,1-2: Dann erschien ein großes Zeichen am Himmel: eine Frau, mit der Sonne bekleidet; der Mond war unter ihren Füßen und ein Kranz von zwölf Sternen auf ihrem Haupt. Sie war schwanger und schrie vor Schmerz in ihren Geburtswehen.
Das griechische Wort apokalypsis „wurde von den griechisch sprechenden Juden gebraucht, um den Augenblick zu beschreiben, wenn sich die Braut vor dem Bräutigam enthüllt, unmittelbar bevor beide die Ehe vollziehen.“ Offenbarung ist also besser mit „Enthüllung“ zu übersetzen. Diese „Enthüllung“, welche sich in etwa in der Mitte des letzten Buches der Bibel, vollzieht, legt zum einen die Bundeslade Gottes offen, lässt jedoch gleichzeitig, unmittelbar folgend, die mystische Frau erscheinen.
Ein halbes Jahrhundert vor Christi Geburt ging diese Lade Gottes, in der die Gesetzestafeln des Moses, eine Rest von Manna und der Stab Aarons aufbewahrt worden waren, verloren, nachdem der Prophet Jeremia sie vor den Babyloniern versteckt hatte.
Mausklick + 8. Folie Wir werden dabei an Vers 14 der Offenbarung erinnert: …damit sie in die Wüste an ihren Ort fliegen konnte. Dort ist sie vor der Schlange sicher…. Die Frau wurde also von Gott mit Hilfe von zwei Flügeln für eine gewisse Zeit gleichsam „versteckt“ und ernährt. Jeremia rügte diejenigen sogar, die sich im 6. Jahrhundert auf die Suche nach der verschwundenen Lade machten, indem er sagte: Die Stelle soll unbekannt bleiben, bis Gott sein Volk wieder sammelt und ihm gnädig ist (2 Makk 2,7).

Was war nun zu sehen als die Bundeslade in den „Enthüllungen“ bei Johannes wiederauftauchte? Eine Frau mit der Sonne bekleidet. Eine schwangere Frau in Geburtswehen, dessen Sohn nach der Geburt sogleich zu Gott und zu seinem Thron entrückt wurde (vgl. Offb 12,5). Der Prophet Jeremia selbst sagte einst: In jenen Tagen, wenn ihr euch im Land vermehrt und fruchtbar seid – Spruch des Herrn – wird man nicht mehr rufen: Die Bundeslade des Herrn! Sie wird niemand in den Sinn kommen, man denkt nicht mehr an sie, vermisst sie nicht und stellt auch keine neue her. In jener Zeit wird man Jerusalem <Thron des Herrn> nennen; dort beim Namen des Herrn in Jerusalem werden sich alle Völker versammeln, und sie werden nicht mehr dem Trieb ihres bösen Herzens folgen (Jer 3,16-17).
Die „neue Bundeslade“ des Herrn ist diese Frau aus der geheimen Offenbarung des Johannes; das Heiligtum des neuen Bundes ist Christus selbst↓, DAS LEBEN, dessen Mutter uns offensichtlich in der Frau aus der Apokalypse vor Augen gestellt wird. Die Bundeslade des alten Bundes war „aus Akazienholz gefertigt und mit goldenen Ornamenten verziert. Zwei aus getriebenem Gold gemachte Kerubim beschirmten sie mit ihren Flügeln. Über der Lade befand sich der Gnadenthron.“ Die neue Bundeslade zeigt sich dem Seher auf Patmos als von der Sonne umkleidet, mit einem Sternenkranz auf dem Haupt. Diese Lade bringt Leben hervor.

Zusammenfassend können wir sagen:
Innerhalb der katholischen Tradition gibt es mehrere Interpretationen, die für das zwölfte Kapitel der Geheimen Offenbarung angegeben werden. Die eine symbolisiert das Volk Gottes während der gesamten Geschichte der Menschheit. Im Alten Testament war es das Volk Israel aus dem der Messias stammt. Im Neuen Testament ist es die Kirche, welche die Glieder Christi gebiert; die andere Tradition besagt, dass es sich bei der apokalyptischen Frau um die Person Maria, die Mutter des Gottessohnes Jesus Christus, handelt. Einige Exegeten sehen nur einen Aspekt dieser Szene, nämlich den kirchlichen; andere wiederum nur die marianische Interpretation. Ich habe heute noch eine weitere Auslegung der Apokalyptischen Frau hinzugefügt: nämlich die Frau, als Bundeslade des Neuen Bundes, die Christus, das Leben hervorbringt.

Kommen wir zurück zu dem Bild der apokalyptischen Frau
Es gibt noch einen Aspekt den ich gerne mit Ihnen betrachten möchte: die Sterne

Zum einen sind da zwölf! Sterne in einem Kranz auf ihrem Haupt, aber es ist auch von Sternen die Rede, die in großem Umfang vom Teufel vom Himmel geholt werden. Mit seinem Schwanz – so heißt es – fegt der Drache ein drittel Teil der Sterne vom Himmel! Was könnte das nun bedeuten, wie kann man diese Stelle im prophetischen Buch der Heiligen Schrift auslegen?
Nach längerer Recherche mußte ich feststellen, dass die Exegese, diese Stelle nicht im Besonderen auslegt. Sie sieht in den Beschreibungen die Macht des Drachen = Bösen.

Ich persönliche wage deshalb folgende Auslegung:
Sieht man auf die Abtreibungszahlen in unserem Land und darüber hinaus (in Deutschland werden jeden Tag ca. 1000 Babys, Europaweit ungefähr 500 jede Stunde abgetrieben), so könnte man auch dieses Drittel der Sterne mit diesen abgetriebenen Kindern vergleichen. Es ist ein himmelschreiendes Verbrechen, was da in unsere Zeit um uns herum geschieht und die Zahl: „jedes dritte Kind“ wird vom Teufel vernichtet ist leider auch nicht mehr allzu ferne. Der “stumme Schrei“ der sterbenden kleinen Kinder, wie eine Abtreibungsdoku eines ehemaligen Abtreibers, der sich bekehrte und schließlich für das Leben eintrat, es betitelte, lässt den Himmel erzittern.
Aber nicht nur auf die Ungeborenen- und den damit verbundenen Verfall innerhalb der Familien und letztendlich auch der gesamten Gesellschaft sind die Dämonen aus – nein, auch nach uns, den Kindern der Kirche Gottes – uns, die wir der katholischen Kirche angehören.
Im Katechismus der Katholischen Kirche heißt es, dass die Kirche als Mutter durch Taufe und Predigt Gottes Kinder gebiert.
So sucht der Teufel, wie ein brüllender Löwe, wen er verschlingen kann, wen er vom wahren Glauben abbringen kann oder erst gar nicht zu selbigem finden lässt. - Könnten diese Sterne vielleicht auch für die Gläubigen stehen?
Glaubt man den Worten des heiligen Papstes Johannes XXIII., die er bei seiner Eröffnungsrede zum II. Vatikanische Konzil am 11. Oktober 1962 an die damaligen Mitbrüder im bischöflichen Dienst, welche er als „Sterne, die mit ihrer Klarheit die Majestät dieses Heiligtums mehren“, richtete↑, dann scheinen viele dieser “Sterne“ heutiger Zeit bereits tatsächlich vom Himmel gefallen zu sein.
Mit den „zwölf Sternen“, könnten die zwölf Apostel gemeint sein, die „Vertreter“ – besser formuliert: die Nachkommen – der zwölf Stämme Israels, in deren Nachfolge wiederum in der Apostolischen Sukzession die Bischöfe stehen. Sieht man in dieser Zeit auf die Nachfolger der Apostel, so könnte man ohne weiteres an diese Auslegung glauben. Aber nicht nur jeder dritte Bischof scheint sich dem Schwanz des Teufels nicht mehr erwehren zu können, auch die Priester verfallen in großem Maße den Einflüsterungen und Nachstellungen des Widersachers.
Wir wollen aber an dieser Stelle nicht über unsere Hirten urteilen, sondern für sie in besondere Weise beten und opfern, denn wir alle sind gleichsam gefährdet und fallen immer wieder.

Auf die, mit der Sonne bekleideten Frau aus der Geheimen Offenbarung, wies auch Papst Benedikt XVI. bei seiner Rede am 11. Oktober 2011 während der Bischofssynode für den Nahen Osten hin. Er deutete den Strom, den der Drache der Frau in Form von Wasser hinterherschickt und welcher diese verschlingen soll, als jene Strömungen, die den Glauben der Kirche verschwinden lassen wollen und die Erde, die diesen Strom verschlingt als den Glauben der einfachen Menschen, der sich nicht von diesen negativen Strömen fortreißen lässt. Dennoch müssen die einzelnen Gläubigen immer mit „schweren Bedrängnissen und Konflikten“ rechnen; „schwerste Verfolgung, aber auch göttlicher Schutz gegen die völlige Vernichtung ist dem Volk Gottes für die Endzeit angesagt“.
Innerkirchlich hat es der böse Feind auf Sakrilegien und Profanierung der Heiligsten Eucharistie abgesehen, wodurch es ihm gelingt unsere Kirche, unsere Mutter, von innen her zu schwächen. Ich erwähne dies, da wir vom Leben sprechen, vom „Eucharistischen Leben“, vom Herrn, realpräsent gegenwärtig in der Allerheiligsten Eucharistie da ja Maria und die Eucharistie im Mittelpunkt dieser Einkehrtage stehen.
Maria, gebar den Gottessohn in Bethlehem(Bethlehem heißt aus dem Hebräischen übersetzt. Haus des Brotes!); uns, ihre Adoptivkinder, gebar sie unter dem Kreuz auf Golgotha, unter unermesslichen Schmerzen 

mutter

Sie ist Mutter des Lebens, weil Jesus, ihr Sohn göttliches Leben als Mensch war und sich uns als Auferstandener, als Herr des Lebens im verklärten Leib, in der Heiligen Eucharistie schenkt. Im Zentrum des Leibes Kirche steht die Eucharistie, sie ist Kern und Mittelpunkt unseres Glaubens, die Quelle ewigen Lebens. Deshalb finde ich diesen Tabernakel so treffend und wunderschönguadelupelz

schon viel haben wir über die Jungfrau von Guadeloupe gehört und gelesen; wir wissen, dass sie gesegneten Leibes ist, das kennzeichnen die beiden schwarzen Bänder über ihren zum Gebet gefalteten Händen, dass sie also ein Kind erwartet.

Wir sehen in dem Bild die heilige Hostie im Bauchraum einer Frau. Diese Abbildung erinnert uns sofort an die bereits erwähnte schwangere Frau aus der Apokalypse, denn man erkennt eine erhabene Dame, welche von der Sonne umkleidet ist und auf dem Mond steht. Durch den „Sonnenmantel“, mit dem die apokalyptische Frau be- bzw. umkleidet ist, wird die Herrlichkeit Gottes in Anlehnung an Psalm 104,1f ausgedrückt, die sich über dieses „Wesen“ ausbreitet, es gleichsam umhüllt. Lobe den Herrn, meine Seele! Herr, mein Gott, wie groß bist du! Du bist mit Hoheit und Pracht bekleidet. Du hüllst dich in Licht wie in ein Kleid, du spannst den Himmel aus wie ein Zelt. Diese mystische, erhabene Frau ist nicht der Vergänglichkeit unterworfen, denn sie steht auf dem Mond, welcher ein Symbol für Wandelbarkeit ist.

Der Umstand, dass diese Hohe Frau einen noch Höheren anbetet, da ihr Haupt geneigt ist und es sich wohl um die Verehrung des Gottessohnes in ihrem Leib handeln muss, bewegte zwei Millionen Azteken dazu sich taufen zu lassen. Jahrzehnte gelang es den Franziskanern in Mexiko nicht die Indios zu bekehren, da erschien einem Indio diese Frau und hinterließ ihre Spuren. So auch auf der Tilma, dem Umhang des Eingeborenen, der noch heute am größten Wallfahrtsort der Welt betrachtet und meditiert werden kann.
Sie ist eine von ihnen, was man unschwer an den dunklen Haaren und dem gesamten Äußeren ablesen kann. Es würde zu weit führen und den Rahmen dieses Vortrages sprengen, wollte man alle Feinheiten und Details dieses Bildes an dieser Stelle aufschlüsseln. Wir wollen uns auf das bzw. auf DEN konzentrieren, den sie in ihrem Bauch trägt und den sie offensichtlich selbst anbetet.
Sie betet DEN an, der sich selbst später als Menschensohn bezeichnen wird und von sich selber sagen wird: Mausklick 11. Folie „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben…!“
Ja, Er ist das LEBEN, Er selbst bezeichnet sich als das LEBEN, demzufolge ist Maria die Mutter des Lebens.
Maria bringt uns das Leben, das ewige Leben – nämlich ihren Sohn, denn wer den Herrn sieht, lz

hat ewiges Leben. Im 6. Kapitel des Johannesevangeliums lesen wir, hören wir mehr dazu in den Versen 48-58.

Ich bin das Brot des Lebens. Eure Väter haben in der Wüste das Manna gegessen und sind gestorben. So aber ist es mit dem Brot, das vom Himmel herabkommt: Wenn jemand davon isst, wird er nicht sterben. Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben. Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch, (ich gebe es hin) für das Leben der Welt.
Da stritten sich die Juden und sagten: Wie kann er uns sein Fleisch zu essen geben? Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, das sage ich euch: Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben, und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag. Denn mein Fleisch ist wirklich eine Speise und mein Blut ist wirklich ein Trank.
Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich bleibe in ihm. Wie mich der lebendige Vater gesandt hat und wie ich durch den Vater lebe, so wird jeder, der mich isst, durch mich leben. Dies ist das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Mit ihm ist es nicht wie mit dem Brot, das die Väter gegessen haben; sie sind gestorben. Wer aber dieses Brot isst, wird leben in Ewigkeit.

Ja, es ist Sein Fleisch, das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist und es kann kein Zufall sein, dass Maria mit Christus im Leibe schwanger der Welt vor knapp 500 Jahren erschien, in einer Zeit, wo wir gerade in Deutschland einen tiefgreifenden Bruch in unserer Kirche durch Luther und seine Anhänger erleben mussten. In zwei Jahren feiern die Protestanten ihren „Helden“, wir werden als treue Katholiken den einhundertsten Gedenktag der Patrona Bavaria und natürlich auch den der Erscheinung der Muttergottes in Fatima feiern.
Wer anderes als die Unbefleckt empfangene Muttergottes (wie sie sich in Lourdes dem Seherkind, der hl. Bernadette, offenbarte) könnte würdig sein, den Herrn des Lebens, das Leben selbst, den Sohn Gottes zu empfangen? Maria wurde von keinem Mann geschwängert, sondern sie erkannte den Heiligen Geist und er erkannte sie, d.h. sie traten in Beziehung zueinander. Sie, die keinen Mann erkannte, wie sie selbst von sich sagt, wurde vom Heiligen Geist erkannt und der Logos, die zweite Person der Trinität, wurde Mensch in ihr und der Welt durch sie geschenkt. Die Kirche lehrt und hat zu einem Dogma erhoben, dass die Allerseligste Gottesmutter Maria Jungfrau war und geblieben ist, vor, während und nach der Geburt. Vgl. Jesaja 7,14. Darum wird euch der Herr von sich aus ein Zeichen geben: Seht, die Jungfrau wird ein Kind empfangen, sie wird einen Sohn gebären und sie wird ihm den Namen Immanuel (Gott mit uns) geben.

Kommen wir nun zu einer anderen Privat-Offenbarung, einer kirchlich anerkannten Vision eines Heiligen aus dem 19. Jahrhundert, nämlich zur Vision des hl. Don Bosco aus Turin
boscoAuch hier wird deutlich, wie dringlich die Botschaft des Himmels und wie wichtig die Heiligste Eucharistie und Maria ist. Wir sehen zwei Säulen: über die Größeren der beiden schwebt die Eucharistie, auf der Kleineren steht Maria; dazwischen macht das Schiff Petri sich an den beiden Säulen fest. Am Bug des großen Schiffes steht ein weißbekleideter Mann, der Papst. Über der ersten Säule steht: salus credentium(Heil der Gläubigen), über Maria: auxilium christianorum(Hilfe der Christen).
Am 30. Mai 1862 erklärte Johannes Bosco seinem späteren Nachfolger als Generaloberer der Salesianer Don Michael Rua, den ihm in einer prophetischen Schau offenbarten Kampf und schlussendlich errungenen Sieg der katholischen Kirche gegen eine große Zahl von Angreifern – dargestellt in feindlichen Schiffen –
Ich zitiere Don Bosco „. Die feindlichen Schiffe bedeuten die Verfolgungen. Äußerst schwere Zeiten stehen der Kirche bevor. Was bis jetzt geschah, ist fast nichts im Vergleich zu dem, was kommen wird. Die Feinde der Kirche werden versinnbildlicht durch die Schiffe, die das Hauptschiff versenken wollten. Nur zwei Mittel bleiben, um sich in dieser stürmischen Zeit zu retten: die Andacht zur allerseligsten Jungfrau Maria und der Glaube, die Ehrfurcht, die Anbetung des Allerheiligsten -und häufige Empfang der heiligen Kommunion. Tun wir unser Bestes, um diese beiden Mittel selbst zu gebrauchen, aber auch zu erreichen, dass sie überall und von allen angewandt werden!“ Zitat Ende

Diesem Aufruf folgt unsere Gemeinschaft Donum Domini – Familie für das Leben, zu der ich jetzt noch etwas sagen, sie kurz vorstellen möchte, vor allem auch zu unserem vorrangigen Apostolat:

Gemäß dem Psalm 127 Vers 3 ist jedes Kind ein Geschenk, eine Gabe Gottes, deshalb trägt unsere Gemeinschaft den Namen Donum Domini: Geschenk des Herrn. Dieses Geschenk, die Frucht des Leibes einer jeden Frau, versuchen wir zu schützen, zu verteidigen. Jedes menschliche Leben ist heilig, von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod. Dies ist sogar im Grundgesetz Art 1 unseres Landes verankert: die Würde des Menschen ist unantastbar!
Die zu unserer Gemeinschaft Gehörenden legen eine sog „Zwei Säule Weihe“ ab, d.h. sie machen sich genau an diesen [vorher] beschrieben Säulen aus der Vision des hl. Don Bosco fest. Sie werfen gleichsam durch die Weihe an die Allerheiligste Eucharistie durch den Eucharistischen Liebesbund des Göttliche Herzens Jesu und der Weihe an Jesus durch Maria in der 33Tage Weihe des hl. Grignion von Montfort zwei Anker um diese Säulen, damit in diesen schweren Zeiten der Verwirrungen und Verirrungen niemand Schiffbruch erleidet. Wir versuchen durch Kontemplation und Aktion den Stürmen der Zeit und dem Weltgeist entgegenzusteuern. Dazu haben wir uns wohl eines der schwierigsten Apostolate ausgesucht. Nämlich den Lebensschutz, der vor der Neuevangelisierung und der Ausbreitung der Eucharistischen Frömmigkeit das Hauptapostolat ist. Der hl. Johannes Paul II. sagte einmal zum Begründer von Juman Life International, Pater Paul Marx: „Sie machen die wichtigste Arbeit der Welt!“ Unser jetziger Heiliger Vater, Papst Franziskus, ermunterte und ermutigte die Veranstalter der Märsche für das Leben, indem er ihnen ebenfalls sagte, dass sie eine sehr, sehr wichtige Arbeit machen. Das wusste schon die selige Mutter Teresa. Wenn auch der Lebensschutz der Ungeborenen nicht direkt das Apostolat der Missionarinnen der Nächstenliebe ist, so wurde diese Selige nie müde auf das größte Übel dieser Zeit, nämlich auf die Abtreibung, aufmerksam zu machen. Sie wusste, dass es das Hauptübel der Welt ist und es keinen Frieden geben kann, solange es einer Mutter „erlaubt“ ist ihr eigenes Kind im Mutterleib töten zu lassen. Sie wies darauf hin, dass eine Abtreibung immer zwei Opfer mit sich zieht. Das Kind und die Mutter. Ein bemerkenswerter Ausspruch von Mutter Teresa ist auch: Ich zitiere „In den sog. Drittländern sterben Kinder an Unterernährung, im zivilisierten Westen durch den Willen der eigenen Mutter.“ Zitat Ende.
Wer einmal vor einer Abtreibungsklinik stand, was neben Telefonberatung, infoständen, Gebetsvigilien, etc. unser Einsatzgebiet ist, weiß, was diese Worte einer großen Heiligen unsere Tage bedeuten. Wen erschüttert nicht der Anblick eines offensichtlich dem Nervenzusammenbruch nahestehenden Menschen – sei es die betroffene Frau, die gerade aus einer Abtreibungsanstalt kommt, wo man ihr das eigene Fleisch und Blut aus dem Leibe riss, also eine unter dem sog. Post Abortion Syndrom leidenden Mutter(ich sage bewusst Mutter, denn sie ist auch Mutter dieses Kindes oder dieser Kinder, die sie abtreiben ließ) oder sei es ein Vater, der herzzerreißend seinem Baby nachweint, das er nicht retten konnte.
Mir selbst wird die barmherzige Hand unseres himmlischen Vaters immer wieder von neuem eindringlich und wundersam offenbar, wenn ich als Schwangerschaftskonfliktberaterin auf Schwangere zugehe und in mir keinen Hass oder Abneigung verspüre, sondern einzig und allein das Gefühl und der Wille vorherrscht, dieser Unglücklichen zu helfen, mag sie sich selbst als solche sehen oder nicht. Jede Frau, zusammen mit ihrer Begleitung, die eine Abtreibungsanstalt aufsuchen, sind kurz davor, das ihr anvertraute Leben – das eigene Kind, das eigene Leben, sowie die eigene Seele zu töten. Aber nicht nur die Seele der Mutter, ist in Gefahr für immer verloren zu gehen, auch jene der Begleiter – da beide, also sowohl die Mutter als auch die Begleitung mit begangener Tat exkommuniziert sind.

Der Papst weiht diesem Anliegen eine wichtige Passage seines Briefes an Erzbischof Rino Fisichella, Präsident des Päpstlichen Rats zur Förderung der Neuevangelisierung, mit Blick auf das Jahr der Barmherzigkeit vom 8. Dezember 2015 bis zum 20. November 2016.
Unser Hl.Vater hat allen Priestern erlaubt, im Jahr der Barmherzigkeit im Sakrament der Versöhnung allen, die eine Abtreibung beichten, von dieser Sünde loszusprechen. Das Kirchenrecht sieht dies normalerweise nur für Bischöfe vor. In einigen Ländern, wie etwa in Deutschland oder auch in den USA, haben bereits alle Priester diese Erlaubnis, nun gilt das für die gesamte Kirche für ein Jahr.
Er kündigte seine Entscheidung mit den Worten an: „Auch aus diesem Grund habe ich, ungeachtet gegenteiliger Bestimmungen, entschieden, für das Jubiläumsjahr allen Priestern die Vollmacht zu gewähren, von der Sünde der Abtreibung jene loszusprechen, die sie vorgenommen haben und reuigen Herzens dafür um Vergebung bitten“, heißt es in dem Brief.

Jedes Kind stammt aus der unendlichen Barmherzigkeit Gottes, ist von Gott gewollt und geliebt.

Christus sagt: „Ich bin das Leben“ – somit lebt Christus auch in den Kleinsten der Kleinen, den Ärmsten der Armen. Da ist es egal, ob es eine Woche alt ist, oder neun Monate.
Wer nach dem Leben eines Menschen trachtet, trachtet Gott selbst nach dem Leben, so der Papst Johannes Paul II. In seiner Enzyklika Evangelium Vitae
Vor einer Abtreibungsanstalt, treten wir in einen geistigen Kampf ein und den können wir nur mit Maria antreten, SIE ist die Mutter des Lebens.

Unsere Aufgabe ist es so eng wie möglich bei Maria und damit bei Ihrem Sohn Jesus Christus zu bleiben, denn wo der Herr ist, da ist auch immer Maria. Maria ist die Forma dei, die Gussform Gottes, wie es der hl. Ludwig Maria Grignon von Montfort zärtlich und treffend formuliert. Sie ist der lebende Tabernakel des Eucharistischen Herrn und der direkteste und schnellste Weg zu Ihm. Sie ist es, die von sich selbst sagt: „siehe, von nun an preisen mich alle Geschlechter, denn der Mächtige hat Großes an mir getan und sein Name ist heilig!“ Maria ist der höchste Lobpreis Gottes, kein Geschöpf vermag mehr und vollkommener zu lieben wie Maria Gott liebt.  Diese Liebe und schbedingungslose Hingabe führte die Mutter der Schmerzen unmittelbar unter das Kreuz, wo sie zur Miterlöserin wurde. Es ist dies zwar noch kein Dogma, aber für jemanden, der sich nur annähernd in diese herzzerreißenden Qualen einer Mutter, deren unschuldiges Kind man bestialisch hinrichtet, hinein zu versetzen versucht, der verliert sofort jeglichen Zweifel gegenüber einer solchen Behauptung, einer solche Auffassung. Ein Speer öffnet das Heiligste Herz Jesu, ein Schwert wiederum durchstieß das Unbefleckte, schmerzerfüllte Herz Mariens.

Die mörderischen Instrumente eines Abtreibers hingegen zerstückeln das Leben im Bauch einer Frau und schließlich wird auch ein Schwert das Herz der Frau treffen, die sich bewusstgeworden ist, dass sie selbst – von wem auch immer dazu beeinflusst – es war, die dem Henker die Erlaubnis gab mit Zangen und Curretagen in ihren heiligen Ort einzudringen um das heranwachsende Leben in ihr zu vernichten. Welch ein Schmerz! Wie furchtbar muss diese Erkenntnis für eine Betroffene sein, auch wenn sie ihr Leben lang versucht diese Tötung ihres Nachwuchses zu verdrängen, sich durch Alkohol und Drogen zu betäuben, um nur ja nicht das Schrecklichste was überhaupt passieren konnte, realisieren zu müssen. Diese Folgeerscheinung kann eine unter den Abtreibungswunden leidende Frau bis zum Suizid führen; schwerste Depressionen sind ein Garant nach einer Abtreibung, die wie ein Säbelstich ins Herz eindringen. Dessen sind sich abtreibende Frauen meist nicht bewusst, dass nicht nur ihr Kind im Uterus ein Mordinstrument erwartet, sondern auch sie selbst von einem unsichtbaren Schwert früher oder später durchbohrt werden. Fragen sie Betroffene nach Abtreibung ob ich übertreibe, sie werden es Ihnen bestätigen.
Maria, die Mutter des Lebens, leidet auch mit diesen unschuldigen Kindern; wie sie um ihren Sohn geweint hat, so vergießt sie auch Tränen bei jedem Mord an Ungeborenen. Sie leidet aber auch mit den Müttern, vorher und nachher. Durch ihre Kinder, durch uns, die wir sie verehren und ihr dienen, versucht sie auch diese Unglücklichen zu erreichen, ihnen Hilfe anzubieten, sie zur Umkehr und Besinnung zu bewegen. Sie fleht vor Gott für einen Wandel der Herzen der Menschenkinder und – glaubt mir das – sie würde auch heute ihr trautes Heim in Nazaret sofort verlassen, könnte sie nur ein einziges dieser unschuldigen Kindlein retten. Ihr würdet sie sehen: demütig, schweigend, weinend, zitternd, still klagend vor einer Abtreibungsklinik; ja ihr könnt euch sicher sein, die Mutter des Lebens würde keinen Versuch unterlassen Leben zu schützen, abtreibende Frauen und Männer vor dem ewigen Verderben zu bewahren, sie zu warnen. Doch wenn man auch noch so wenig auf sie achtet, auf sie nicht hört oder sie gar schmäht, sie lässt nicht nach uns zu lieben. Sie ist für uns unter dem Kreuz von Golgotha gestanden, sie tut es auch heute noch.
Wie sehr muss die Mutter des Lebens, unsere Schmerzensmutter, unter dem Kreuz gelitten haben. hlgeist
Man legte ihr den abgeschlachteten Leib ihres Sohnes in die Arme, wie sie ihn 33 Jahre vorher in Bethlehem in den Armen hielt, wo er so unschuldig, klein und frierend auf ihr lag. Jesus blieb unschuldig und rein sein Leben lang. Er starb am Kreuz, rein wie das unschuldigste Kind im Leib der Mutter, heiliger als es die Himmel fassen können und menschlicher als je ein Mensch hingerichtet worden ist. Wie hätten wir damals auf Golgotha reagiert, wenn wir uns überhaupt getraut hätten mit hoch zu laufen, an der Seite des Leidenden, des über alle Maßen leidenden Herrn? Hätten wir versucht ihn zu verteidigen, hätten wir geschrien und um uns geschlagen in unserer Menschlichkeit oder wären wir auch still gewesen, uns mit den Leiden des Meisters verbindend und Gottes Fügung verstehend, suchend unter dem Kreuz geblieben?

Wir werden diese Fragen nicht beantworten können, weil wir 2000 Jahre später leben, ABER… wir können IHM jetzt immer noch beistehen, denn Er identifiziert sich mit den Kleinsten, wenn er sagt: was ihr einem der Geringsten getan habt, das habt ihr mir getan! Diese Worte gelten auch uns, jetzt, heute, an diesem Ort! Wenn wir es schon nicht per Gesetz ändern können, dass Ungeborene, in höchstem Maße schützenswerte Mitbürger sind, dann sollten wir wenigstens am Golgota der Moderne stehen, vereint mit der Mutter des Lebens, mit der Mutter der Schmerzen und die Kleinen segnen, wenn sie zur Hinrichtungsstätte geführt werden, sie lieben, und ihnen beistehen oder, sie herzlich begrüßen, wenn es sich eine Mutter anders überlegt, und sich für das Leben ihres Nachwuchses entschieden hat. Oder wir betreuen die Mütter, die es nicht geschafft haben sich gegen den Mainstream und die Meinung ihrer Angehörigen durchzusetzen und nun unsäglich unter den Abtreibungswunden leiden.

mutterEs ist sehr wichtig zu Kliniken zu gehen, aber genauso wichtig ist es, in welcher Gesinnung wir dort stehen, die Einstellung unserer Herzen.

Um diesem Töten, dem verabscheuungswürdigem Verbrechen, wie es der Katechismus der Katholische Kirche bezeichnet, ein Ende zu setzen, müssen wir mit Maria auf dem Golgota der Moderne gehen

Ihre Liebe, vermag es die Herzen zu ändern, durch ihr Wirken wird Leben geboren. SIE zertritt der Schlange den Kopf und überwindet die Sünde durch und in uns. Wir beten unablässig den Rosenkranz und verteilen die wundertätigen Medaillen…Und dann beginnt es: Das Geheimnis der Kraft Marias, der Mutter des Lebens.
Die Antwort auf die Kultur des Todes, ist die Botschaft vom Leben! Maria brachte uns das Leben und sie tut es auch heute noch.

                                                                                    Fazit

Wir haben in diesem Vortrag eine marianische Reise durch die hl. Schrift gemacht. Maria kommt, wenn man einmal von Lukas, Matthäus und Johannes, wo wir sie nur unter dem Kreuz namentlich erwähnt finden, absieht, kaum vor. In der Apostelgeschichte an nur einer einzigen Stelle, und bei Paulus bis auf Galater 4,4 überhaupt nicht. Wie vom Erdboden verschluckt, scheint sie nach der Geburtsstunde der Kirche an Pfingsten keine Rolle beim Aufbau der Kirche und bei der Verbreitung des Christentums zu spielen. Das mag zunächst verwundern, wird aber in Anbetracht der eben dargelegten Thesen und Auslegungen und in Hinblick auf unsere gegenwärtige Zeit deutlich mehr erhellt.
Bei genauerer Betrachtung und Meditation der gesamten Heiligen Schrift, vor allem des letzten Buches der Bibel, der Apokalypse, wurde deutlich, wie eng und unzertrennlich Maria, die Tochter des Vaters, die Braut des Heiligen Geistes und die Mutter Jesu mit dem Erlösungswerk ihres Sohnes verbunden ist. In ihr wurde nicht nur der Logos, die zweite göttliche Person, Mensch, durch sie und ihre Anhänger, den gläubigen Kindern der Kirche, wird schließlich auch der Endkampf mit dem Widersacher Gottes bestritten und schließlich der Sieg errungen, denn sie „sie haben ihn besiegt durch das Blut des Lammes und durch ihr Wort und Zeugnis; sie hielten ihr Leben nicht fest, bis hinein in den Tod. (Apk 12,11)genesis

Gott setzt im Protoevangelium Feindschaft zwischen der Frau und ihrem Nachwuchs und der Schlange und deren Nachkommen, was bedeutet, dass dem Satan eine einfache Magd des Herrn, ein Geschöpf, wie es alle Menschenkinder sind, entgegengesetzt wird, um damit den grenzenlosen Stolz durch die erhabene Demut der Allerreinsten zunichte zu machen.
Die Auseinandersetzung [der Theologen der Exegese und Dogmatik] wird durch das Selbstzeugnis der Frau in ihren Erscheinungen entschieden. Diese Frau, wie sie sich uns persönlich vorstellt, z.B. eben in ihren Erscheinungen in Guadelupe, die wir heute besonders im Blick auf die Frau aus der Geheimen Offenbarung des Johannes erwähnten und betrachteten und welche in unzähligen kunstgeschichtlichen Gemälden dargestellt wird, ist wahrhaft einmalig und erhaben.

Maria ist die Hilfe der Christen. „Als die Braut <ohne Flecken und kircheFalten> geht sie uns allen auf dem Weg der Heiligkeit, die das Mysterium der Kirche ausmacht, voran“. Sie hat auf außergewöhnliche Weise durch das Einwirken des Heiligen Geistes nicht nur den Erlöser empfangen, ihn geboren und aufgezogen, sondern sie ist als Sinnbild der Kirche und, als die mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommene Gottesmutter- auch für die Geburt der Kinder Gottes beim Kreuz ihres Sohnes in deren Vollkommenheit (vgl. Mt 5,48) -, als „Mutter des ganzen Christus“, mitverantwortlich. Schließlich gebären aber auch wir, wie es der hl. Karl Borromäus erkennt, Christus in uns und in anderen, da wir Glieder seines mystischen Leibes – der Kirche – sind.

Schließlich lässt sich zusammenfassend über die Mutter des Lebens sagen: „in Maria gebiert das Volk Gottes den Messias, das Leben, und in der Kirche die Kinder Gottes, die lebendigen Gläubigen. Sie will uns zu ihrem Sohn führen, zu IHM:
zum Wort des Lebens, wie es der Evangelist Johannes in seinem ersten Brief ausdrückt: „Was von Anfang an war, was wir gehört haben, was wir mit unseren Augen gesehen, was wir geschaut und was unsere Hände angefasst haben, das verkünden wir: das Wort des Lebens. Denn das Leben wurde offenbart; wir haben gesehen und bezeugen und verkünden euch das ewige Leben, das beim Vater war und uns offenbart wurde.“ (1. Joh 1,1-2)

Aber auch zum Brot des Lebens, denn Christus sagt von sich selbst: „Ich bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, wird nie mehr hungern, und wer an mich glaubt, wird nie mehr Durst haben.“(Joh 6,35).

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Er, Jesus Christus, der das Leben ist, hat aus Maria das Leben genommen und Seine Nahrung empfangen. Ja, Maria, gebenedeit bist du und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes! Heilige Maria Mutter Gottes, Mutter des Lebens, bitte für uns Sünder jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen