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Der Eucharistische Liebesbund des Göttlichen Herzens Jesu

Der Liebesbund(nach Barbara Weigand) ist eine Vereinigung(Nihil obstat. Jos. Hutter, Censor eccl. No. 728 Eccl. Imprimatur.Tridenti, die 6. Aprilis 1914. Eug. Mattevi, Vic.glis. Imprimatur. Monachii, die 29. Maji 1914. Neudecker, Vic. Gen.) jener Gläubigen, welche einen lebendigen Glauben an die wirkliche und wesenhafte Gegenwart das hochgebenedeiten Gottessohnes Jesus Christus im Allerheiligsten Sakramente des Altares pflegen wollen. Um diesen Glauben zu erhalten und zu stärken, hat Papst Pius X. die häufigere heilige Kommunion eingeführt. Durch den lebendigen Glauben, nämlich an Jesus, den Erlöser der Menschen, welcher mitten unter Seinem auserwählten Volke(in der heiligen katholische Kirche) im Allerheiligsten Sakrament lebt, soll die Welt zu Gott wieder zurückgeführt werden, von dem sie durch den Unglauben, die größte und gefährlichste Verirrung der Jetztzeit, abgefallen ist. Die häufigere heilige Kommunion ist das große Rettungsmittel unserer Zeit. Durch die heilige Kommunion will der Heiland die Herzen der Menschen mit seinem göttlichen Herzen, aber auch die Christenherzen durch dasselbe Band göttlicher Liebe untereinander, zu einem großen und heiligen Liebesbund vereinen.
Jesus in der heiligen Hostie ist der Mittelpunkt des katholischen Lebens; das Band ist die heilige Kommunion; die Quelle der Gnaden ist der Tabernakel. Aus ihm sollen sich ergießen die Ströme der Gnaden über die ganze Welt. Glückselig diejenigen, die seine Worte hören und glauben; sie sollen hier auf Erden schon kosten, wie süß der Herr ist.
Friede und heilige Freude sollen alle genießen, die sich an dem Liebesbund beteiligen. Der Empfang des Leibes und Blutes Jesu Christi wird Herz und Gemüt mit besonderem Segen erfüllen.
Den Familienvätern und Müttern will Jesus Christus besondere Gnaden geben für die Erziehung ihrer Kinder; sie sollen in ihren Familien Freude an den Kindern erleben und ein besonderer Trost soll sie begleiten, wenn sie eingehen in die ewige Ruhe.

„Empfange Mich“, so spricht Jesus zu einer jeden Seele, „in der heiligen Kommunion und Ich will dich in Meine Arme schließen und du sollst wissen, dass du an deinem Freundesherzen ruhst. Empfehle mir alles, was dich drückt; sage Mir, dass du Mich liebst und das genügt Mir. Ich verspreche dir, dein Kreuz soll dich nicht mehr so schwer drücken wie bisher. Sag’ an, ist es nicht viel härter, zu leiden und allen Trostes beraubt zu sein, als zu lieben und getröstet zu sein? Du sollst alle Leiden in Vereinigung mit Mir für gering achten, weil die Liebe Meines Herzens es dir tausendfach zu vergüten versteht. Die Leiden, die Ich dir schicke, sind nur Beweise meiner Liebe.

Siehe, dreiunddreißig Jahre habe Ich den letzten Platz eingenommen, den noch kein Mensch eingenommen hat, den keiner einnehmen wird von Adam bis zum Weltende, um dir zu zeigen, wie Ich dich liebe. O ihr Menschen! Ihr wisst und kennt nicht die Sehnsucht eines Gottes. Ihr fürchtet den Vater als streng und gerecht. Ja, Er ist’s, der Vater; aber vergesst nicht, dass Er auch die Liebe selbst ist. Was fürchtet ihr den Vater; Er ist doch mein Vater und Ich bin der Bräutigam einer jeden Seele, die Ich mit Meinem Blute erkauft habe. Denkt doch an jenes Herz, das dreiunddreißig Jahre für euch schlug und das Tag und Nacht jedes Christenherz in Seine Liebe einschließt.“

Welch ein Trost und eine Kraft liegt in dieser Wahrheit: Jesus denkt an mich. Jesus, der starke Gott ist mit mir und kämpft mit mir und wenn ich mich nicht schäme, unter Seiner Fahne zu stehen und ihn vor meinen Mitmenschen zu bekennen, dann gehöre ich zu den liebsten Kindern seines Herzens und ich werde mir einst eine herrliche Krone erwerben, die mich vor den Himmelsbürgern die ganze Ewigkeit hindurch auszeichnen wird.

Zweck des Liebesbundes:
Der Liebesbund hat zum Zweck, den Triumph der heiligen Kirche über ihre Feinde herbeizuführen durch Zusammenschluss aller guten und getreuen Kinder der heiligen katholischen Kirche, aus jedwedem Stande(Priester-, Laien-, und Ordensstand), zu einer kräftigen Betätigung des katholischen Glaubens und durch Ausübung guter Werke jeder Art, besonders des häufigen und täglichen Empfanges der heiligen Kommunion nach dem Beispiele der ersten Christen, um so einen Damm zu bilden gegen den herrschenden Zeitgeist der Glaubens- und Sittenlosigkeit, sowie der religiösen Gleichgültigkeit. Andererseits will dieser Bund, welcher auch ein Gebetsbund und Sühneorden sein soll, den Priestern helfen – in Vereinigung mit Maria – alle Seelen durch fortwährendes Beten, Sühnen und Leiden zu retten, die sich noch retten lassen wollen, um beizutragen, dass das Reich des göttlichen Herzens Jesu über die Herzen aller Menschen verbreitet werde.

Statuten
Die Mitglieder des Liebesbundes versprechen:
1. Dass sie mutig und standhaft, offen und frei den katholischen Glauben bekennen wollen, durch treue Beobachtung der Gebote Gottes und der Kirche, sowie durch standhafte Verteidigung der Rechte derselben, soweit sie dazu berufen sind.
2. Dass sie den öfteren, ja täglichen Empfang der heiligen Kommunion in höchst ehrfürchtiger und ehrerbietiger Weise fleißig üben und das Hochheiligste Sakrament der Eucharistie mit aller nur möglichen Verehrung und Liebe umgeben wollen.
3. Dass sie, sofern es ihnen die Lage gestattet, an allen öffentlichen Kundgebungen des katholischen Glaubens(Wallfahrten, Prozessionen, Kreuzweg-, Rosenkranz- und Maiandachten) eifrig teilnehmen und zudem Tabernakelwacht halten, um so ihren Glauben vor aller Welt zu betätigen und zu bekennen.
4. Dass sie im Übrigen ein stilles, zurückgezogenes Leben führen und dem Zeitgeiste, besonders dem Geiste der Vergnügungssucht, vollständig entsagen wollen.
5. Dass sie endlich ein Opferleben führen wollen durch Beten, Sühnen und Leiden in der treuen Erfüllung ihrer Standespflichten, im Ertragen des täglichen Kreuzes und in der geduldigen Hinnahme von Schmach und Verachtung.
6. Die Mitglieder beten täglich die Aufopferungsgebete am Morgen und am Abend und suchen sich von dem Geiste derselben tagsüber durchdringen zu lassen, indem sie sich selbst vergessen, ihre Fehler bessern und abzulegen suchen und sich einsetzen für die sündige Menschheit, auf dass bald werde eine Herde und ein Hirte und die Kirche Gottes auf den heiligen Berg gestellt werde, von wo aus sie überallhin leuchtet.